LÄNGER LEBEN - LÄNGER ARBEITEN
[ABER MIT PHANTASIE!]

Dass wir in Zukunft länger arbeiten werden, wissen wir. Wie unsere Alterspyramide im Unternehmen heute aussieht und in Zukunft aussehen wird, darüber haben wir uns oft wenig Gedanken gemacht.

Die Herausforderung, Innovation, Strukturwandel und weltweiten Wettbewerb zu bewältigen, erfordert neue Wege der Gestaltung langer Arbeitsleben sowie der Wissensweitergabe und des Lernens über Mitarbeitergenerationen.
Unternehmen müssen sich Gedanken machen:

Wie lernen Jüngere und Altere von und miteinander?
Welche Entwicklungsperspektiven bieten wir Arbeitnehmern?

Arbeitnehmer werden immer mehr eigenverantwortlich dafür sorgen müssen, dass sie auf dem sich wandelnden Arbeitsmarkt konkurrenzfähig bleiben. Investitionen in die eigene Kompetenzentwicklung sind ebenso gefragt wie Mobilität und der Wechsel von Tätigkeiten und Arbeitgebern. Wenn wir in Zukunft wie der 40 Jahre oder mehr arbeiten, müssen wir uns frühzeitig Gedanken machen, wie wir unser Arbeitsleben gestalten wollen. Um fit für eine langes, abwechslungsreiches und bereicherndes Arbeitsleben zu bleiben, sollten wir vermehrt Sprachen lernen, für eine gewisse Zeit im Ausland arbeiten, uns auch mal eine Auszeit gönnen, um etwas ganz anderes zu machen. Dabei sollten wir Familie, Freunde und private Interessen nicht vernachlässigen.

Um uns heute für morgen zu rüsten, führte die IHK zu Dillenburg und Wetzlar das Modellprojekt „Kompetenzen älterer Arbeitnehmer nutzen und entwickeln“ mit Pilotunternehmen aus der Region durch. Das Projekt wurde gefördert im Rahmen der Qualifizierungsoffensive Hessen durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und durch Mittel des Europäischen Sozialfonds. Dabei wurden Unternehmen, ältere Arbeitnehmer sowie Weiterbildungsinstitutionen unterstützt, die Kompetenzen älterer Arbeitnehmer zu nutzen, weiterzugeben und zu entwickeln mit dem Ziel, Wissen und Erfahrungen möglichst lang für die Wertschöpfung zu nutzen und älteren Arbeitnehmern eine Perspektive und Entwicklungsmöglichkeiten bei sich verlängernden Lebensarbeitszeiten zu geben.